Spenden
Der „Take a Walk“ e.V.

Zurück ins bewegte Leben nach einem tragischen Unfall

„Take a Walk“ – der von Jans Freunden gegründete Verein sammelt Spenden, um ihm den Alltag mit der Diagnose „Querschnittslähmung“ zu erleichtern und ihn auf seinem Weg zurück in ein selbstbestimmtes und bewegtes Leben zu unterstützen.
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Das ist Jan Wohlleben

Jan ist ein Reisender. Jan meinte einmal, dass er auf der Suche nach Geschichten ist, die er als Opa am Lagerfeuer seinen Kindern und Enkelkindern erzählen kann. Und deswegen sucht er und findet: Freunde, Erlebnisse, Erkenntnisse, Abenteuer und ganz viel Liebe.

Das sagt Jans Verlobte über ihn:

Was ist passiert?

„Wir alle haben zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn wir realisieren, dass wir nur eins haben.“ - Tom Hiddleston
Jans zweites Leben begann am Nachmittag des 22. Juni 2024. Bei einem Freizeitunfall verletzte er sich zwei Halswirbel, woraufhin eine lebensrettende Operation notwendig wurde. Die Verletzungen der Wirbelsäule führten zu einer inkompletten Querschnittslähmung, die seine Sensorik und Motorik erheblich einschränkt. Seitdem ist Jan auf Rund-um-die-Uhr-Betreuung angewiesen. Dieser Einschnitt markierte den Beginn der größten Herausforderung seines Lebens – medizinisch, körperlich und emotional. Der Unfall ereignete sich in einer Zeit voller Vorfreude: Jan und seine große Liebe Madalena standen kurz vor ihrer Hochzeit, einem Fest mit Familie und Freunden aus aller Welt. Statt die schönste Zeit ihres Lebens zu feiern, änderte sich von einem Moment auf den anderen alles.

Lebensrettende Operation nach dem Unfall

Nach der lebensrettenden Operation im Westküstenklinikum Heide, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie – lag Jan wochenlang auf der Intensivstation, angeschlossen an zahlreiche Maschinen. Er konnte sich nicht bewegen, nicht sprechen, nicht essen – nicht einmal selbst atmen. Diese Zeit beschreibt Jan als „gefangen im eigenen Körper“ ohne die Möglichkeit, sich zu äußern. Die einzige Möglichkeit zu kommunizieren: eine einfache Buchstabentabelle, über die er sich mühsam mitteilen konnte.

Dunkle Stunden – helle Momente

Von der Intensivstation in Heide wurde Jan nach Halle verlegt, auf die Intensivstation des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie im BG Klinikum Bergmannstrost Halle. Die ersten Wochen dort waren dunkel: Die Ärzte gaben kaum Hoffnung auf eine Verbesserung seiner aktuellen Situation, die Ernährung blieb künstlich und die Nebenwirkungen der Psychopharmaka brachten Jan emotional an seine Grenzen. Jan kämpfte nicht nur mit seinem Körper, sondern auch mit – Angst, Schmerzen, Verzweiflung.
Doch er gab nicht auf. Stück für Stück lernte er, wieder selbst zu atmen, und mithilfe einer Trachealkanüle konnte er wieder sprechen und nahm wieder feste Nahrung zu sich. Die Nächte waren geprägt von neuropathischen Schmerzen ließen ihn kaum schlafen. Angst und Verzweiflung blieben ein ständiger Begleiter. Mit der Zeit gab es jedoch auch Lichtblicke. Auf der Rückenmarkstation bekam er einen elektrisch gesteuerten Rollstuhl mit Kinnsteuerung. Damit war er in der Lage endlich das Bett, sein Zimmer und die Station zeitweise zu verlassen, für frische Luft, Sonne und ein kleines Gefühl von einer neuen Freiheit.
Nach sieben Monaten harter Arbeit gewann er weitreichend die Kontrolle über seinen linken Arm zurück – stark genug, dass der Rollstuhl von Kinn- auf Handsteuerung umgebaut werden konnte. Auch die Beinbewegungen kamen langsam wieder: Trainingsgeräte, die zuvor ausschließlich maschinenbetätigt wurden, bewegte er nun mit eigener Muskelkraft.

Von hohen Zielen und dem eigenen Antrieb

Von Halle aus ging es weiter nach Kreischa – in die Klinik Bavaria Kreischa / Zscheckwitz, eine renommierte Rehabilitationsklinik. Hier begann ein neues Kapitel, das geprägt war von intensiver Ergo- und Physiotherapie, gezielten Trainings und immer wieder kleinen, aber bedeutsamen Fortschritten. Doch nicht nur das: Jan bekam wertvolle Momente außerhalb der Klinik geschenkt — Ausflüge in den nahen Park, in Cafés und auch eine kleine Geburtstagsfeier mit Familien und Freunden in einem Restaurant. In seinem neuen Leben schafften vor allem diese Momente der Nähe zu seinen Liebsten Menschen, Mut, Zuversicht und neue Kraft.
Sein starker Eigenantrieb war und ist sein größter Motivator. Seit seinem Unfall setzt er sich selbst die höchsten Ziele. Manchmal führt der eigene hohe Anspruch zu Enttäuschung; wenn das Tempo den eigenen Erwartungen nicht gerecht wird. Aber enttäuschte Erwartungen können auch neue Energien freisetzen und so strebt Jan stets weiter nach dem Maximum seiner Rehabilitation. Jan erreichte in der Zeit in Halle Meilensteine, die ihm die Ärzte und Ärztinnen nach seiner Diagnose niemals zugesprochen hätten.
Nach etwa fünf Monaten intensiver Reha war es dann so weit: Ein großer Schritt auf dem Weg ins neue Leben stand bevor: der Umzug in die eigene Wohnung – raus aus dem Klinikalltag, hinein in ein Leben mit mehr Selbstbestimmung.

Jans neues Kapitel

Jeder Klinikaufenthalt endet irgendwann – für Jan und seine Familie bedeutete das, einen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten: den Umzug in die eigene Wohnung. Gemeinsam suchten sie eine rollstuhlgerechte Wohnung, organisierten mit Krankenkasse, Sozialamt, Versicherungen und Pflegedienst alles, was Jan braucht, um außerhalb der Klinik gut versorgt zu sein. Dieser Abschnitt war geprägt von nervenkostenden, bürokratischen Hürden, Absagen für Unterstützungsmaterialien und der verzweifelten Suche nach einem gut aufgestellten Pflegeteam.
Seit August 2025 lebt Jan nun gemeinsam mit seiner Verlobten Madalena in Leipzig. Die ersten Wochen waren herausfordernd: Noch bevor die Pflegeassistenz vollständig organisiert war, übernahmen hauptsächlich Madalena, Jans Mutter und Freunde die umfangreiche und intensive Betreuung. Heute sorgt ein Team aus sechs Pflegeassistenten dafür, dass Jan von 6 bis 22 Uhr unterstützt wird – nicht nur bei der Pflege, sondern auch im Haushalt, bei Einkäufen, Botengängen und allen kleinen Aufgaben, die den Alltag erleichtern.
Regelmäßige Therapien sind ein zentraler Teil von Jans Alltag: Physiotherapie zweimal pro Woche, Ergotherapie fünfmal pro Woche, sowie intensive Trainings im neurologischen Zentrum in Leipzig. Jedes Training, jede Übung trägt dazu bei, dass Jan körperlich und motorisch Fortschritte macht.
Noch ist Jan auf Hilfe rund um die Uhr angewiesen, und ein vollkommen selbstständiges Leben ist derzeit noch nicht möglich. Doch er ist voller Dankbarkeit für dieses neue Leben, denn er profitiert von Freiheiten, die im starren Klinikalltag fernab von Freunden und Familie nicht möglich waren. Er kann mehr soziale Kontakte pflegen, das nähere Zusammenleben mit Madalena genießen, in den Leipziger Kiez fahren, Freunde treffen und endlich wieder ein Stück Alltag selbst bestimmen.

Unser Anliegen


Vor dem Unfall war Jan stets in Bewegung, sportbegeistert, reiselustig und voller Lebensfreude. Der abrupte Stillstand in seinem Leben ist eine enorme Herausforderung. Nun geht es darum, sein zweites Leben anzunehmen und seine Lebensfreude in einem neuen, unvorhersehbaren Setting zurückzugewinnen. Mit Ihrer Unterstützung können wir ihm dabei helfen! Jede Spende trägt dazu bei, Jan eine umfassende Reha zu ermöglichen, die weit über die Kassenleistungen hinausgeht. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um ihm so viel Mobilität wie möglich zurückzugeben und seinen Körper auf die Zukunft vorzubereiten. Unsere Hoffnung ist, dass Jan das Wunder gelingt, die Prognosen der Ärzte zu widerlegen und seinen Weg auf eigenen Beinen zu gehen.
Ihre Hilfe kann viel bewirken. Gemeinsam können wir Jan die bestmöglichen Chancen für ein erfülltes Leben geben. Sollten Mittel übrig bleiben, werden diese an den Verein Africa Amini Alama e.V. spenden, der wichtige Gesundheits- und Bildungsprojekte in Tansania unterstützt - einem Land, dem er durch seine Freiwilligenarbeit sehr verbunden ist.
Spendenkonto
Flessabank - Bankhaus Max Flessa KG
Take a Walk e.V.
IBAN: DE70 7933 0111 0002 3410 07
BIC: FLESDEMMXXX

Warum sollten Sie für Jan spenden?

Jan hat seit dem tragischen Unfall erhebliche Fortschritte gemacht, die kaum einer je für möglich gehalten hätte. Hauptverantwortlich dafür ist Jan’s starker Wille, sich ins bewegte Leben zurück zu kämpfen. Seine Therapie und was er selber daraus macht, bringen ihm neue Fähigkeiten. Mit Ihrer Spende können wir Jan die bestmöglichen Umstände garantieren, die er für seine Rehabilitation braucht.
Dank der bisherigen finanziellen Unterstützung konnte beispielsweise ein Seilzug-Trainingsgerät angeschafft werden. Jan profitiert von den Vorteilen einiger spannender Therapie-Ansätze, die die Krankenkasse nicht abdeckt wie zum Beispiel eine Procain-Basen Therapie oder eine Frequenzteherapie.
Ihre Spende hilft Jan über die Kassenleistung hinaus einen Therapieweg zu verfolgen, der ihm seinem Ziel ein Stück näher bringt – zurück ins bewegte Leben!
Ihre Hilfe kann viel bewirken. Gemeinsam können wir Jan die bestmöglichen Chancen für ein erfülltes Leben geben. Sollten Mittel übrig bleiben, werden diese an den Verein Africa Amini Alama e.V. spenden, der wichtige Gesundheits- und Bildungsprojekte in Tansania unterstützt - einem Land, dem er durch seine Freiwilligenarbeit sehr verbunden ist.

Jan ist für so viele Menschen ein besonderer Mensch. Lesen Sie hier was Freunde und Familie für Jan fühlen und warum Sie spenden sollten.

Wer ist Jan?

Es gibt Menschen, die haben einen ganz besonderen Spirit, die sind „one of a kind“, die sind irgendwie besonders. Jan Wohlleben ist so ein Mensch, das merkt man schnell, wenn man ihn trifft. Seine Lebenslust ist grenzenlos. Jan feiert das Leben, weil es einmalig ist und man das Beste daraus machen sollte. 

Jan ist ein Entdecker, ein Reisender, ein Suchender, ein Macher, der die Menschen zusammenbringt. Seine Neugierde auf Natur, Kultur und Gemeinschaft treibt ihn an. Jan ist ein Optimist, der Lösungen sucht, statt Probleme zu sehen, und ein wirklich guter Freund.

Jan meinte einmal, dass er auf der Suche nach Geschichten ist, die er als Opa am Lagerfeuer seinen Kindern und Enkelkindern erzählen kann. Und deswegen sucht er und findet: Freunde, Erlebnisse, Erkenntnisse, Abenteuer und ganz viel Liebe.

Die Geschichte hinter „Take a Walk“

„Take a walk“ – unter diesem Motto begann Jan im August 2016 seine Reise um die Welt. Sein Ziel: das Sammeln von Geschichten, Erinnerungen und Freundschaften über die Grenzen von Ländern, Kontinenten und Sprachen hinaus. Auf seinem „Take a Walk“ – Blog berichtete Jan über die Erlebnisse seiner Weltreise; 55 Länder in drei Jahren. Das langsame Reisen, möglichst ohne Flugzeug war ihm dabei besonders wichtig. „Wir haben mehr gemeinsam, als uns trennt“ – das wollte Jan mit seiner Reise um die Welt zeigen: wie unterschiedlich die Menschen aufwachsen und leben und wie wir doch am Ende alle Menschen sind und damit einen wichtigen, größten gemeinsamen Nenner haben.
Paradoxerweise hat das Motto „Take a walk“ nach dem Unfall nun eine völlig neue Bedeutung erhalten. „Mach einen Spaziergang“ – kein geringeres Ziel verfolgt Jan während der kräftezehrenden Therapien im Krankenhaus. Der große Kreis an Menschen, die Jan‘s Schicksal ganz nah mitverfolgen, ist sich einig: Wenn es einer schaffen kann, über sich hinaus zu wachsen, den Prognosen der Ärzte das Gegenteil zu beweisen, dann Jan Wohlleben.
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